Kunst machen

Künstler Juewen Zhang über seine Arbeit.
Der Künstler Juewen Zhangn steht mit gebeugter Haltung über dem Tisch. Mit der rechten Hand zeichnet er auf einem großen Bogen Papier. Er hat schwarze Haare und trägt einen braunen Pullover.

Geschrieben von

In Leichter Sprache von Constanze Busch

Fotografiert von Evelyn Dragan

Juewen Zhang ist 29 Jahre alt.
Er wurde in Berlin geboren.
Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland.

Jetzt arbeitet Juewen Zhang
in Frankfurt am Main.

Juewen Zhang ist Künstler.
Er macht Bilder.
Die Bilder werden in Deutschland

und in anderen Ländern gezeigt.

So macht Juewen Zhang Bilder

Auf einem Tisch liegt Papier.

Das Papier ist 8 Meter lang
und hängt bis zum Boden.
Eine kleine Lampe gibt Licht.

Juewen muss gut sehen können.

Er arbeitet genau.

Juewen malt mit einem Kohle-Stift auf das Papier.
Dann pustet er den Kohle-Staub weg.
Er verreibt die Kohle mit seiner Hand.
Das Papier soll überall gleich schwarz sein.

Dann nimmt Juewen einen Radiergummi.
Er entfernt mit dem Radiergummi Kohle überall,

wo es auf dem Bild hell sein soll.
Juewen erklärt,
wie er seine Bilder macht:
Zuerst macht er ein Foto.

Dann malt er mit Blei-Stift auf Papier,

was auf dem Foto ist.
Dann malt er mit Kohle.
Dann benutzt er den Radier-Gummi.

So ist Juewen Zhang Künstler geworden

Juewen Zhang hat schon als Kind gemalt.
Als junger Mann hat er
eine Ausbildung im Atelier Goldstein gemacht.

Ein Atelier ist ein Ort für Künstler*innen.

Dort können sie Kunst machen.
Das Atelier Goldstein ist für Künstler*innen,
die an anderen Orten 

nicht so leicht Kunst machen können.
Zum Beispiel
für Künstler*innen mit Behinderungen.

Juewen Zhang hat nach der Ausbildung
einen Vertrag beim Atelier Goldstein bekommen.

Das heißt:
Er bekommt Geld für jedes Bild,
das das Atelier verkauft.
Und er bekommt Geld für Ausstellungen,
bei denen er seine Bilder zeigt.

Auf dem Bild sieht man den Künstler Künstler Juewen Zhangn von hinten. Er hält eine Zeichnung in der linken Hand, auf der fein gezeichnete Haare zu sehen sind. Darüber hängt ein Bild an einer Wand, an der ebenso Haare zu sehen sind.

Niemand musste Juewen Zhang das
Kunst-Machen beibringen.

Juewen Zhang sagt:
Kunst-Machen ist einfach.
Natürlich hat er im Atelier Goldstein auch etwas gelernt.

Zum Beispiel:
Wie man noch besser malen kann.

Aber das Atelier hat Juewen
vor allem bei einer Sache geholfen:

Er kann jetzt als Künstler arbeiten.

Denn ein Künstler muss mehr können als gut malen.
Zum Beispiel:
Wissen, welche Kunst er machen will.

Kunst über spannende Sachen

Juewen hat am Anfang einfach gemalt,

was ihm eingefallen ist.
Er hat oft Fotos von Tieren nachgemalt.

Aber eigentlich weiß Juewen genau,

was er spannend findet.

Er liebt zum Beispiel S-Bahnen.

Und Schuhe von der Marke Vans.

Er hat einen Ring gemacht,
auf dem so ein Schuh ist.

Juewen achtet darauf,

welche Schuhe Menschen tragen.

Und er achtet bei Menschen auf die Haare.

Vor allem auf den Scheitel.

Der Scheitel ist die Stelle auf dem Kopf,

wo die Haare sich teilen.

Und nach links und rechts fallen.

Juewen Zhang hat herausgefunden:

Er will Kunst machen über Sachen,

die er spannend findet.

Auf dem Bild sieht man die Hand von dem Künstler Juewen Zhang. Er verwischt mit den Fingern schwarze Pastellkreide auf dem Papier.

Das macht er jetzt nicht nur im Atelier.

Sondern auch an einer Universität für Kunst.

Eine Universität ist ein Ort zum Lernen.
Man kann nach Abschluss der Schule
an einer Universität noch mehr lernen.
Ein Assistent unterstützt Juewen Zhang dabei,

für die Universität Aufgaben zu schreiben.

Juewen Zhang hat mit seinem Assistenten

einen Text über Scheitel geschrieben.
Ein Teil von dem Text ist:
Manche Menschen mögen ihre Haare.

Manche Menschen mögen ihre Haare nicht.

Manche Menschen sagen Haarpracht.

Aber der Scheitel ist privat.

Privat heißt:
Eine Sache geht nur einen Menschen etwas an.

Findet Juewen Scheitel darum so spannend?

Viele Künstler antworten nicht auf solche Fragen.

Juewen antwortet auch nicht.
Darum bleibt seine Kunst wie ein Geheimnis.

Man muss selbst überlegen,
was Kunst bedeutet.