Diese Recherche ist in Zusammenarbeit mit der Investigativ-Plattform DOSSIER und dem Projekt „Daten für alle“ entstanden.
Text: Emilia Garbsch
Daten-Aufbereitung: Emilia Garbsch, Markus Hametner
Die Modekette H&M zählt »Inklusion und Diversität« zu ihren Werten. Sie wirbt besonders gern mit Vielfalt. Auch in Job-Ausschreibungen steht: H&M wünscht sich ein »vielfältiges und inklusives Umfeld«. Besonders gut geklappt hat das bisher allerdings nicht: Im September 2020 hat H&M die Beschäftigungs-Pflicht nur zu einem Viertel erfüllt.
Nach eigenen Angaben bemüht sich H&M aber, das zu ändern. Eine Sprecherin schreibt, dass die Firma Schulungen zum Thema Inklusion für ihre Teams macht und sich beraten lässt. Außerdem gibt es integrative Lehrstellen. Bei dieser Form von Ausbildung bekommt man mehr Zeit oder lernt nur Teile eines Berufs. Die Sprecherin weiter: Es gebe auch eine Inklusions-Strategie – diese wollte sie uns aber nicht schicken. Außerdem gibt H&M an, gezielt Praktika für Menschen mit Behinderungen zu organisieren – angestellt wurden die Praktikant·innen danach aber bisher nicht: »Möglichkeiten, nach dem Praktikum eine Festanstellung zu erhalten, sind noch in Ausarbeitung«, schreibt die Sprecherin.
Die Firmen Peek & Cloppenburg und New -Yorker wollten unsere Fragen nicht beantworten. Das ist nicht verwunderlich: Sie schneiden in unserem Vergleich am schlechtesten ab. Im Internet werben sie hingegen fleißig damit, wie vielfältig ihre Teams seien. Dass jedoch C&A keine Fragen beantworten will, überrascht. Die Firma hat im September 2020 ihre Pflicht zur Anstellung von Menschen mit Behinderungen zu fast zwei Dritteln erfüllt – im Mode-ketten-Vergleich sogar mit Abstand am besten.
Die Firma Kik hat alle Fragen beantwortet. In ihrer Antwort gibt eine Mitarbeiterin der Personal-Abteilung offen zu: Bei der Inklusion hat die Firma Aufholbedarf. »Kik prüft, wie Inklusions-Themen stärker im Unternehmens-Betrieb -integriert werden können«, schreibt sie uns. Erkenntnis kann der erste Schritt zur Besserung sein.
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